Startseite · Bardensänge · Produkte · Kurioses · Downloads · Impressum
 

» News senden · Archiv «

Informationen zu Unter dem Westwind
Bild © by Danilo Hartmann
FanPro
  04.10.2004 - 19:30:25 Uhr
Diesen Artikel drucken
Kategorie: FanPro
Autor: Tobias Häge
551 Ansichten
0 Kommentar(e)
Das eigentliche Buch ist heute Morgen zum Drucker gegangen, und der hat uns versprochen, den 200-Seiten- Hardcoverband rechtzeitig vor der Spiel 2004 abzuliefern. Vollständig heißt das Werk „Unter dem Westwind", und es deckt als zweiter Regionalband den aventurischen Nordwesten ab: Thorwal, das Gjalskerland und die Streitenden Königreiche. Wenn Sie mit dem Begriff der Streitenden Königreiche im ersten Moment nichts anfangen können, dann muss Sie das nicht beunruhigen: Wir haben keine neuen Länder aus dem Boden gestampft. Gemeint sind Nostria und Andergast, und ich finde, diese neue Bezeichnung trifft die beiden Länder sehr schön. Zur Auswahl hätte auch noch der Wort- Klon Nostragast gestanden, aber der hat sich dann doch nicht durchsetzen können. Aber was steht denn nun drin?

Zunächst einmal natürlich ganz viel Thorwal. Seit der Thorwal-Box von 1990 hat sich doch Einiges getan im Staate Thorwal – und dem hat ein Autorenteam unter der Redaktion von Ragnar und Michelle Schwefel fleißig Rechnung getragen. Entstanden ist ein ebenso spannendes wie in sich stimmiges Bild dieser Nation, die eigentlich verbissen an ihren rückständigen Idealen festhält, sich in letzter Zeit aber doch darauf besinnt, dass es so nicht weitergehen kann. Gerade diese Zerrissenheit, die auch räumlich zwischen Nord- und Südthorwal festzumachen ist, lässt das Land und seine Einwohner sehr interessant werden. Damit finden die Freunde und Freundinnen des alten Thorwalerbildes (trinkfest und feierfreudig, immer zu einer Schlägerei aufgelegt, aber eigentlich doch ganz kuschelig) genauso etwas Passendes, die Thorwal ganz anders sehen: Piraten, die raubend, mordend und plündernd über wehrlose Küstendörfer herziehen und überall Angst, Schrecken und Vernichtung verbreiten, wo sie auftauchen – oder aber raubeinige und misstrauische Menschen, die ihrer lebensfeindlich kalten Umwelt mühsam genug Nahrung zum Überleben abtrotzen. An zweiter Stelle nach den Thorwalern folgen ihre barbarischen Nachbarn: die Gjalsker. Wenn die Thorwaler Ähnlichkeiten mit Wikingern haben, dann haben die Gjalsker als Vorbild eine sehr barbarische Schottenvariante, einschließlich röcketragenden Männern und Baumstamm-Weitwurf. Schon mit den Durro-Dûn in der Magiebox und einigen Artikeln im Aventurischen Boten hat Jörg Middendorf viel erahnen lassen, jetzt präsentiert er ein abgerundetes Bild dieser wilden Haudraufs. Wer Ärger mit Barbaren haben will, muss dazu nicht mehr ins Orkland ziehen – das Gjalskerland hat da genug Potential. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, einen Gjalsker als Helden in die Fremde zu führen – aber einfach wird das nicht! Weder für den Spieler, noch für die anderen Helden in der Gruppe ... Aber mehr will ich hier gar nicht verraten, denn ich glaube, die Gjalsker haben schon genug Fans, die sich darauf freuen, bald eine ausführliche Kulturbeschreibung in Händen zu halten. Kommen wir also zum dritten Teil: den Streitenden Königreichen. Nostria und Andergast gehören ja zu den aventurischen Regionen, die bis heute nie in einer Regionalpublikation behandelt worden sind, obwohl sie schon in einem der aller ersten Abenteuer erwähnt wurden (na, erinnern Sie sich noch?). Bisher wurden die beiden Königreiche in erster Linie als eher lächerliche Völker wahrgenommen, die eher an Operettenstaaten erinnerten als an irgendetwas, das in Aventurien über Jahrtausende hinweg existieren könnte. Hier hat Frank Wilco Bartels mit seinem Team hervorragende Arbeit geleistet, vorbereitet durch mehrere Beiträge der letzten Boten-Ausgaben, in denen viele sehr dramatische Entwicklungen nachzuverfolgen waren. Dadurch ist eine Region entstanden, die sich besonders für Einsteiger eignet: Es gibt tiefe und geheimnisvolle Wälder, in denen man wilden Tieren ebenso wie heruntergekommenen Räubern oder mystischen Waldgeistern begegnen kann, es gibt einsame Dörfer mit verschrobener Bevölkerung und Adligen, von denen noch nie ein Mensch außerhalb der Region jemals etwas gehört hat, aber es gibt auch Städte, in denen die unterschiedlichsten Arten von Abenteuern gespielt werden können, ohne allzu viel Hintergrundwissen über den Rest von Aventurien zu benötigen. Abgeschlossen wird das Buch mit dem Kapitel der Mysteria et Arkana – einer Zusammenstellung von Merkwürdigkeiten und möglichen Abenteueransätzen, die entweder auf zukünftige Geschehnisse hinweisen oder aber „zum Abschuss freigegeben" sind, so dass jeder findige Spielleiter hier Material für viele spannende Abenteuer findet. Obwohl ich eigentlich zugeben muss, dass mir schon bei der Lektüre der eigentlichen Regionalbeschreibungen mehr als genug Ideen gekommen sind, was man seiner Spielrunde im aventurischen Nordwesten so alles antun könnte ...
Links zum Thema:
Quelle: FanPro Newsletter (Florian Don-Schauen)
Bild © by Danilo Hartmann
Kommentar schreiben
Felder mit * müssen ausgefüllt werden [Hilfe]
 
  Name*:  
  Email*:  
  Homepage:  
  Wohnort:  
  Kommentar*:
BBCodes & Smilies ist an
HTML ist aus
 
   
 
Bild © by Danilo Hartmann

zurück
DSA Limbus Skript - Version 2.0.2 vom 20.02.2012
© by DSA Limbus 1999-2017 • Email an die Webmaster
Rechtliches & Technisches • Design & Skripte by Tobias Häge